PRESS

 

REVIEWS

Schon nach den ersten Klängen von „Off the beaten track“ zeichnet sich ein mögliches musikalisches Vorbild von WHAM BAM BODYSLAM ab:
Es ist „Bristle Ridge“, das gemeinsame Album von Austin Lucas und Chuck Ragan, wenn auch hier die beiden Gesangsstimmen eher rauh sind.
Die Jungs beherrschen ihren Stand-up-Bass, die Mandoline und die Fiddle und zeigen, dass man auch als österreichische Band diese Art von Folk machen kann, ohne dass es gewollt oder nicht authentisch klingt.
Im Unterschied zu gängigen Folk-Bands allerdings gibt es auf „Down Here“ auch ein paar Stücke, die mehr oder weniger explizit politische Themen zum Inhalt haben, wie „Story of Solomon“ oder „PC-elite“.

Down Here“ ist ein schönes Folk-Album geworden, das nur auf der Instrumentenseite ein bisschen kraftvoller hätte ausfallen können.
Denn wenn man schon so großartige Instrumente spielen kann, dann sollen das auch alle hören können.

(OX-Fanzine #96/ Myron Tsakas)

 

Neue Band aus Wien, aha. – Die heißen wie? – WHAM BAM BODYSLAM. – Klingt nach Hip Hop, irgendwie.
Weit gefehlt, liebe Leute. Die Legende zur Namensgebung steht zwar noch aus, schon mit ihrem eigens vertriebenen Debüt ‚Down Here‘ ist aber klar, worauf es die Newcomer abgesehen haben: Gitarrenmusik in Reinform nämlich, nach traditioneller Art und sich auf Saiteninstrumente konzentrierend.
Davon gibt es bei Wham Bam Bodyslam gleich vier. Und die, so suggeriert es der Bandname diesmal völlig richtig, fackeln nicht lange. Spielen sich flux mit dem Instrumental-Intro ‚Wham Bam Stomp‘ ein und schon geht’s los – angstfrei in das, was mit Bluegrass, Americana und Country nur grob umrissen ist. Vor allem geht es hier rootig zu, mit dominanter Mundharmonika, lockender Geige und zupfigem Banjo. Dem Kontrabass könnte bisweilen mehr Raum zugestanden, dafür aber die Stimme mehr ins musikalische Ganze eingebettet werden – das Mikro ein Stück weit nach unten geregelt, und schon ließe es sich viel befreiter schmettern mit der so angenehm angerauten Stimme.Bei den Österreichern ist alles mit Herz und Hand gemacht, wonach es sich etwa zu ‚Off The Beaten Track‘ oder ‚Story Of Solomon‘ gut abtanzen lässt. Ihre eigentliche Qualität zeigt sich, wie so oft, in den ruhigeren Stücken, wie es ‚Omani Sunset Waltz‘ eines ist. Das zeugt nicht nur von einem selbstbewussten Instrumentenspiel, sondern auch von viel Sinn für’s Songwriting.
Somit ist ‚Down Here‘ ein sehr vielversprechendes Debüt.
Wham Bam Bodyslam schaffen es bereits, dem derzeit so weit verbreiteten Country-Folk eine eigene Note zu verpassen. Wenn sich in ein paar Jahren eine gewisse Abgeklärtheit hinzugesellt und die Experimentierfreudigkeit, die sich im Titeltrack schon ansatzweise zeigt, durchsetzt, kann das etwas sehr Originelles werden.

(Whiskey Soda/Betty Blue)

 

Das Quartett Wham Bam Bodyslam stammt aus Wien – Indiz dafür etwa ein Song mit dem Titel „Elterleinplatz“ – und versucht sich an angepunkten Folk-Rock, der gar nicht so weit vom mir sehr geschätzten Chuck Ragan zu liegen kommt.
Gespielt wird mit der notwendigen Mischung aus Kompetenz und Leidenschaft.
Herby Koller ist bei den englischen Lyrics anzuhören, dass er kein native speaker ist, aber das macht er mit der Seele, die er in die Stücke legt wett, das spürbare Bemühen mit den Songs tatsächlich etwas zu sagen tut ein Übriges. Bei „My Time My City“ schaffen es Wham Bam Bodyslam wie Rancid-goes-Folk zu klingen und insgesamt fällt die Vorstellung leicht, dass diese Formation als Support etwa in der Wiener Arena an einem guten Abend einem einschlägigen Hauptact schon einmal die Show stehlen könnte. Tadellos gelungenes Debüt!

(Eigenverlag/Rainer Krispel)

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.